LES PAUL Modelle
Normalerweise von Gibson, aber es gelten natürlich auch alle angelehnten Typen und (mitunter absolut gleichwertige) Kopien.
Typisch: Humbucker und ein dicker schwerer Korpus. So klingt sie dann auch tendenzmäßig fett, aber immer mit einer ordentlichen Portion Höhen und Biss. Dafür sorgt die üblicherweise auf den Mahagonikorpus aufgeleimte Ahorndecke, die an der höchsten Stelle immerhin etwa 2 cm dick ist. Der Stegpickup liefert den klassische Rocksound, am Hals wird es ziemlich bluesig (weniger Gain am Amp, bitte), und die Zwischenstellung eignet sich mit ihrem eigenwillig hohlen Charakter ebenso für klare wie auch verzerrte Sounds. Zur Les Paul passen übrigens nach wie vor die nicht so kräftigen PAF-Tonabnehmer (die nahezu alle Firmen unter verschiedenen Bezeichnungen im Programm haben) am besten, obwohl die Firma Gibson in den letzten Jahren auch lautere Kaliber einbaut. Ob eine Gitarre dieses Typs wirklich so viel eingeschränkter in ihren Möglichkeiten als andere ist, liegt wohl eher im Auge/Ohr des Betrachters.
Manchmal wird der Les Paul vorgeworfen, sie sei nicht so vielseitig wie andere Gitarren (warum, sind doch auch?), aber mit ihren 3 Tonabnehmerstellungen und der mithilfe der pro Tonabnehmer getrennten Klang- und Lautstärkeregelung (die quasi eine einfache Presetmöglichkeit bietet, sollte man – vor allem live – nicht verachten), lassen sich schon einige verschiedene Sounds machen.
Außerdem: Der klassische Rocksound (zumindest eine wichtige Variante davon) wird eben mit einer Les Paul und einem aufgerissenen Röhrenstack gemacht.